Anne-Louise-Germaine Necker de Staël-Holstein, Baronin von (Paris, 22. April 1766 - id., 14. Juli 1817). Als Tocher des Schweizer Bankiers und Ministers Necker wächst sie in der Schule der Philosophen auf. Heiratet den Botschafter von Schweden, Eric Magnus von Staël-Holstein, in Paris (1786), was ihr erlaubt, in einer privilegierten Stellung an den grundlegenden Episoden der Revolution teilzunehmen. Eine Revolution, die sie enthusiastisch begrüßt. Aber bald verstören sie die Exzesse der Revolution und sie verfaßt über die gegenwärtigen Umstände, die die Revolution und ihre Prinzipien beenden können und die Prinzipien, die die Französische Republik begründen müssen, eine Arbeit, die sie nicht veröffentlichen kann. Sie verläßt Paris im September 1792, kehrt dorthin nach dem Sturz Robespierres zurück und eröffnet einen Salon in der rue de Bac. Bald muß sie erneut nach Coppet aufbrechen. Schriftstellerisch hat sie die ersten Erfolge mit über den Einfluß der Leidenschaften auf das Glück des Individuums and der Nationen und mit über die Literatur betrachtet in seinen Beziehungen zu den sozialen Einrichtungen, geschrieben zwischen 1798 und 1800 und veröffentlicht. Von Rousseau beeinflußt, über den sie 1788 den Brief über die Werke und den Charakter des Jean-Jacques Rousseau, verfaßt, verkündet sie die Romantik. Nach dem Brumaire glaubt sie die Zeit gekommen, eine wichtige politische Rolle zu spielen, indem sie den Freund/Geliebten Benjamin Constant in den Vordergrund der politischen Szene schiebt und einen Salon und darin die Geistengrößen ihrer Zeit unterhält. Napoleon sieht darin die Opposition der ihm verhaßten "Ideologen" und im Oktober 1803 wird sie von ihm exiliert. Von da an führt sie das ruhelose Leben einer Gegnerin Napoleons. Sie unternimmt ausgedehnte und lange Reisen: Deutschland (1803/04), Deutschland, österreich, Italien (1806/07), österreich, Rußland, Schweden, England (1812). Die Veröffentlichung der Romane Delphine (1802) Corinne (1807) und über Deutschland (1810) tragen ihr den ungehemmten Zorn Napoleons ein, retten aber ihren literarischen Ruhm. In 1815 während der 100 Tage versucht sie es ein letztes mal ihr politischen Schicksal durchzusetzen. Benjamin Constant schreibt die neue Verfassung für Napoleon. Dadurch trägt sie vielleicht unfreiwillig dazu bei, Napoleon für die Nachwelt eine Aura von Liberalismus zu verleihen. Den Glauben, Napoleon umstimmen zu können, hat sie nie verloren. Ihre Exil beschreibt sie in Zehn Jahre im Exil, dass nach ihrem Tod von ihrem Sohn Auguste herausgegeben wurde.

siehe Histoire et Dictionnare Du Consulat et De L'Empire : Stäel-Holstein, Anne-Louise-Germaine Necker. (Editions Robert Laffont, Paris 1995)

Es folgen: Fortsetzung biographischer Details über Germaine de Staël wie ihre Ehe mit dem viel jüngeren Rocca.

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